Versuch zum freien Fall
Auf Initiative unseres Physiklehrers haben sich einige Schüler der 11. Klasse
zusammengefunden, in einem Versuch die Erdbeschleunigung g = 9,81
so genau wie möglich zu bestimmen.
Eine Stahlkugel soll im freien Fall eine möglichst lange Strecke frei durchfallen. Aus der Fallzeit und der Fallstrecke kann die Gravitationsbeschleunigung berechnet werden.
Es wurden folgende Geräte verwendet:
- 2 Lichtschranken
- eine digitale Stoppuhr
- ein ausschaltbarer Elektromagnet
- die für diese Geräte benötigten Kabel und Verbindungsstecker
Es wurden folgende Geräte verwendet:
- 2 Lichtschranken
- eine digitale Stoppuhr
- ein ausschaltbarer Elektromagnet
- die für diese Geräte benötigten Kabel und Verbindungsstecker
Des weiteren wurden folgende Materialien verwendet:
- eine StahlkugelUnser Versuchsaufbau bestand im oberen Teil aus einem Metallgestell, an dem sowohl
Lichtschranke als auch Elektromagnet befestigt waren. Ein Faden wurde so angebracht, dass
er am Elektromagneten vorbei und durch die Lichtschranke hindurchlief. So konnte die dem
Faden entlang laufende Kugel im minimalen Abstand zur oberen Lichtschranke ohne zu wackeln
gehalten werden.
Im unteren Teil der Anordnung war ebenfalls eine Lichtschranke angebracht, unter der sich
eine Spiralfeder befand, die auf einem freischwebenden Gewicht aufgesetzt war. Der Faden
durchzog auch die untere Lichtschranke und die Spiralfeder. Das Gewicht war an seinem Ende
befestigt.

Graphik entnommen aus
http://pl.physik.tu-berlin.de/groups/pg235/Winter95-96/Experiment01/fallversuch.html
Nachdem der Elektromagnet ausgeschaltet wurde, unterbrach die Kugel die erste
Lichtschranke, wodurch die Stoppuhr gestartet wurde. Die Kugel fiel entlang des Fadens und
hielt die Stoppuhr mit dem Unterbrechen der zweiten Lichtschranke an. Die angezeigten
Ergebnisse wurden sorgfältig notiert.
Es zeigte sich aber schnell, dass die Spiralfeder als einziges Federsystem nicht
ausreichend war. Der Faden riss des öfteren ab.
So wurde in einem verbesserten Versuchsaufbau nur das Federsystem verändert. Die
Spiralfeder war nicht mehr direkt auf dem Gewicht aufgesetzt, sondern auf einem seitlich
befestigten Lineal. Das Lineal hatte ein Loch, durch das der Faden lief, jedoch klein
genug war, ein Durchrutschen der Spiralfeder zu verhindern. Der Stoß der Kugel, der nicht
von der Spiralfeder abgefangen wurde, wurde so nicht mehr auf den Faden, sondern auf die
externe Befestigung des Lineals übertragen. Dies verhinderte ein Reißen des Fadens.
Da die Kugel für einen weiteren Versuch entlang des Fadens wieder nach oben befördert
werden musste, befestigten wir eine Wäscheklammer an einem langen Holzstab. Die
Wäscheklammer wurde unterhalb der Kugel um den Faden geklemmt. So konnte man die Kugel
entlang des Fadens nach oben schieben, ohne dass der Faden dabei übermäßig in
irgendeine Richtung gezogen wird.
Der Versuch begann von neuem.
Nach vorhergehenden Überlegungen wurde folgendes festgelegt :
Problematik :
|
Meßvorrichtung
unten |
Blick
auf das Treppenhaus |
Bremsvorrichtung |
Schüler
richten die Bremsvorrichtung ein |
Startvorrichtung |
Vorrichtung
zum Kugeltransport |
Aus den Bewegungsgleichungen für die Bewegung mit konstanter Beschleunigung erhält man:

mit g = Gravitationsbeschleunigung
s = Fallstrecke
t = Fallzeit
| Fallzeit Sekunden | Fehler | Quadrat | |||
1,2381 |
0,04067143 |
0,00165417 |
|||
1,1693 |
-0,02812857 |
0,00079122 |
|||
1,1718 |
-0,02562857 |
0,00065682 |
|||
1,2192 |
0,02177143 |
0,000474 |
|||
1,1762 |
-0,02122857 |
0,00045065 |
|||
1,2471 |
0,04967143 |
0,00246725 |
|||
1,1603 |
-0,03712857 |
0,00137853 |
|||
| mittlere quadratische Abweichung | |||||
1,19742857 |
(Mittelwert) | 0,00787263 |
0,01369101 |
||
| Fallzeit liegt im Intervall | [ |
1,18373756 |
1,21111958 |
] sec |
|
| Fallstrecke liegt im Intervall | [ |
7,177 |
7,203 |
] m |
|
| Beschleunigung | [ |
9,78585761 |
10,2809335 |
] |
|
| Erdbeschleunigung Mittelwert | 10,0333956 |
||||
| Fehler ca | 2,47% |
||||
